- Peter Kersten Fotografie - Vergessene Orte und mehr...

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Heilanstalten | Lost Place  Hohenlychen



Die ehemaligen Heilstätten Hohenlychen wurden 1903 von Gotthold Pannwitz als Volksheilstätten des Deutschen Roten Kreuzes gegründet. Das Gelände, groß wie ein Dorf, ist malerisch zwischen Kiefern und Tannen direkt am Zenssee gelegen und diente der Vorbereitung auf ein Leben nach der Tuberkulose.

Neben den villenartigen Gebäuden mit den Abteilungen für Frauen und Kinder gab es auch eine Gartenbauschule, eine Haushaltsschule und eine Badeanstalt. Pannwitz ging von einem ganzheitlichen Heilungskonzept aus.

Die Tuberkulose war Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts eine verbreitete Krankheit unter Kindern und Erwachsenen aus sozial schwachen Familien in Ballungsgebieten wie Berlin. In Hohenlychen sollten sie Linderung und Erholung finden.

Während der Nazi-Zeit lag das Schwergeschwicht auf Sport- und Arbeitsmedizin. Für die Olympischen Spiele 1936 sollten die deutschen Sportler bestmöglich versorgt werden.

Während des Krieges wurden in Hohenlychen auch verbrecherische Menschenversuche an Häftlingen aus dem Frauenkonzentrationslager Ravensbrück unternommen.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges fanden die Russen das Gelände völlig intakt vor und nutzen es als Miltärhospital bis zum Abzug ihrer Truppen 1993. Eine Villa ist vor kurzem von einem Investor restauriert worden, die restlichen Häuser der Anlage stehen bis heute leer.


 >>

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü